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Pressemitteilung des Bündnis Grundeinkommen, Landesverband Bremen vom 10.08.2018:

Arbeit und Einkommen entkoppeln: Das bedingungsloses Grundeinkommen für Bremen

Wir, das Bündnis Grundeinkommen LV Bremen, nehmen erstmalig an der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft am 26. Mai 2019 teil. Unsere Spitzenkandidatin ist die parteilose Susanne Wendland, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Mit ihr an der Spitze sehen wir gute Chancen, den Einzug ins Parlament zu schaffen. Für uns ist das der Weg, das bedingungslose Grundeinkommen in dieser Gesellschaft zu verankern. Noch ist es für uns eine Utopie, die Wirklichkeit werden kann und Wirklichkeit werden muss. Eine Utopie für Realisten. Die Zeit dafür ist gekommen.

Das Bündnis Grundeinkommen Landesverband Bremen engagiert sich in Bremen seit eineinhalb  Jahren. Unser Ziel ist eine Gesellschaft von freien und selbstbestimmten Menschen. Uwe Bjorck, Vorsitzender des Bündnis Grundeinkommen LV Bremen: „Als Kampagnenpartei verstehen wir uns als politischer Arm einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung, die zum Ziel hat, das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist für uns ein Menschenrecht. Jeder Mensch soll ein Leben in Würde führen. Ohne Existenzangst. Ohne Zwang zur Arbeit“.

Als parteilose Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft wurde Susanne Wendland auf unserer Mitgliederversammlung als Spitzendkandidatin nominiert. Sie ist unsere Wunschkandidatin, weil sie als Sozialpolitikerin die Armutsbekämpfung im Land Bremen immer wieder eingefordert hat und um Lösungsansätze kämpft. Sie wie auch wir sind davon überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen politisch durchsetzbar ist. Die Zeit dafür ist gekommen. Ein erster Schritt wäre der Einzug in die Bremische Bürgerschaft.

Susanne Wendland, Spitzendkandidatin für das Bündnis Grundeinkommen Bremen und Mitglied der Bremischen Bürgerschaft (parteilos):„Wir fordern ein Grundeinkommen, das die materielle Existenz sichert und eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Hartz IV und das repressive System sind gescheitert. Gemessen an den Werten unseres Grundgesetzes ist dieses System menschenunwürdig.“

Als ehemalige sozialpolitische Sprecherin der rot-grünen Regierungsfraktion stand Susanne Wendland für eine Armutspolitik ein, die bei den Menschen im Land ankommen sollte. Angesichts von Sparpolitik und Schuldenbremse konnte sie ihre Position nicht durchbringen. In der Konsequenz verließ sie die Grünen. Susanne Wendland: „Wir haben in Bremen eine hohe Arbeitslosigkeit, eine immens hohe Anzahl von Langzeitarbeitslosen, jeder vierte Bremer lebt unter der Armutsgrenze und jedes dritte Kind. Auf der anderen Seite boomt die Wirtschaft, auch Bremen ist reich, und es ist an der Zeit, dass endlich alle vom Reichtum unserer Gesellschaft profitieren. Deshalb fordern wir ein Pilotprojekt in Bremen. Wir wollen eine breite gesellschaftliche Diskussion mit den Menschen, Initiativen und Verbänden, über die Höhe des Grundeinkommens. Alle Menschen müssen teilhaben am gesellschaftlichen Leben.“

Das bedingungslose Grundeinkommen geht von den Bedürfnissen des Menschen aus und strahlt zugleich in alle gesellschaftlichen Bereiche, in alle Teile unserer Volkswirtschaft und Politik. Gerhard Dick, stellvertretender Vorsitzender: Als selbständiger Unternehmensberater leitete ich in den letzten Jahrzehnten viele Umstrukturierungsprojekte zur Produktivitätssteigerung in großen Konzernen. Hierbei erlebte ich hautnah die berechtigte Sorge vieler angestellter Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz, ihre Existenzängste. Mit der Digitalisierung des Produktions- und Dienstleistungsgewerbes in den nächsten Jahren werden sehr viele Arbeitsplätze, auch in Deutschland, einfach wegfallen. Und welche ernst zu nehmenden Vorsorgemaßnahmen wurden hier von den politisch Regierenden eingeleitet? Ich sehe keine! Das bedingungslose Grundeinkommen ist für mich z. Zt. die einzige wirklich durchdachte Idee und eine riesige Chance, die jeden Menschen in unserer Gesellschaft an diesem Fortschritt teilhaben lässt. Dazu will ich beitragen.“

Wir wollen Arbeit und Einkommen entkoppeln. Alle Menschen haben das Grundbedürfnis, produktiv und gestaltend tätig zu sein. Tätigkeit ermöglicht soziale Kontakte, bringt Wertschätzung und Anerkennung. Rolf Walczak, Schatzmeister des LV Bremen: Wir brauchen einen grundsätzlichen Wandel in unserer Denkweise hin zu mehr Vertrauen in die Fähigkeiten und Talente der Menschen. Unsere Gesellschaft ist derzeit überwiegend auf gegenseitigem Misstrauen aufgebaut. Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen kommen wir von einer Misstrauens-Gesellschaft zu einer Vertrauens-Gesellschaft, in der das Selbstvertrauen des Einzelnen wieder möglich wird.“

Wir sind eine Kampagnenpartei und lösen uns auf, sobald wir unser Ziel erreicht haben – wenn das bedingungslose Grundeinkommen in Bremen und in Deutschland Wirklichkeit ist.

Vorstand des LV Bremen Bündnis Grundeinkommen: Uwe Bjorck, Gerhard Dick, Rolf Walczak

Uwe Bjorck (Vorsitzender) Mobil: 0176-61139033,
Mail: uwe.bjorck@buendnis-grundeinkommen.de

Gerhard Dick (stellvertretender Vorsitzender) Mobil: 0173-9402018,
Mail: gerhard.dick@buendnis-grundeinkommen.de

Rolf Walczak (Schatzmeister) Mobil: 0170-4059203
Mail: rolf.walczak@ewetel.net

Susanne Wendland, MdBB (parteilos) Mobil: 0176-24874334

Mail: SusanneWendland.MdBB@posteo.de

Pressemitteilung-2017-01-28